Als ich heut früh in unser Büro kam, traute ich meinen Augen nicht. Ein grosser fast schon ausgewachsener Braunbär hatte sich wohl verlaufen und an meinem Arbeitsplatz – man kann sagen “fast schon häuslich” eingerichtet. Mit einem etwas mulmigen Gefühl traute ich mich näher heran, schaltete das Licht ein und bemerkte jedoch glücklicherweise, das es sich hierbei nicht um den gefürchtetet Killer-Bären aus Garmisch in Bayern handeln kann. Dieser Bär war viel zu niedlich um ein Dutzend Schafe zu reissen oder gar einen bayerischen Staatsbürger zu fresssen.

Als ich jetzt genauer hinsah, bemerkte ich sein blaues Halstuch, das er trug. Ich fragte ihn, “wer er denn sei” – “wo er herkäme” und vor allem “was er hier mache”. Der nette Bär antwortete mir “Er sei früher mal Timur bei den Jungpionieren gewesen, doch nun hätte er es satt alten Leuten die Einkaufstüten zu tragen und Altstoffe zu sammeln”.
Der liebe Bär fragte, was das denn hier für komische Kisten wären, und warum man da kein Fernsehprogramm mit sehen könne. Ich machte uns einen leckeren Kaffee und erklärte dem Bären die schöne neue Welt der Computer und der “Neuen Medien” – ja, so als Erklärbär von Bär zu Bär sozusagen.

P.S.: Als ich den lieben Bären fragte ob er denn seinen Kaffee schwarz oder mit Milch trinke, antwortete er: “Mit einen Schuss Bärenmarke bitte”
